Im Rahmen der Entwicklung eines Quartierswärmekonzepts für Heimfeld–Eißendorf wurden kürzlich die Ergebnisse im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz der Stadt Hamburg vorgestellt. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern wurde damit ein weiterer Meilenstein in Richtung einer möglichen zukünftigen Wärmeversorgung des Quartiers gesetzt.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine Quartierswärmelösung gestaltet werden kann, die gleichermaßen den Anforderungen von Wohnungswirtschaft, lokalen Akteuren und Energieversorgern gerecht wird – und zugleich für die Mieterschaft langfristig bezahlbar bleibt.
Die Ergebnisse zeigen: Ein zentral geplantes Wärmenetz kann sowohl aus technischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht eine tragfähige Option für die zukünftige Versorgung des Quartiers darstellen. Die Weiterentwicklung in Richtung Umsetzung soll durch eine bereits im Prozess etablierte Arbeitsgruppe erfolgen, in der Wohnungswirtschaft, kommunale Akteure, weitere lokale Beteiligte sowie das Bezirksamt Harburg zusammenwirken.
Im Rahmen der Ausschusssitzung wurden insbesondere drei zentrale Themen vertieft diskutiert:
Bezahlbarkeit und langfristige Preisstabilität
Wie lassen sich Rahmenbedingungen schaffen, die dauerhaft stabile und sozial verträgliche Wärmepreise ermöglichen?
Sicherung verfügbarer Abwärmepotenziale
Welche vertraglichen, technischen und organisatorischen Lösungen sind erforderlich, um mögliche Abwärmequellen langfristig zuverlässig einzubinden?
Abstimmung zwischen Gebäudesanierung und Wärmewende
Wie können energetische Modernisierungen im Bestand sinnvoll mit einer dekarbonisierten Wärmeversorgung verzahnt werden, um Belastungen für Eigentümer und Mietende zu minimieren?
Die Diskussion verdeutlichte, dass Quartierswärmelösungen nur dann erfolgreich umgesetzt werden können, wenn sie systemisch gedacht werden: als Zusammenspiel von Klimaschutz, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und sozialer Ausgewogenheit – getragen durch eine frühzeitige und kontinuierliche Einbindung aller relevanten Akteure.
Die Erstellung des Konzepts erfolgt gemeinsam mit ZEBAU.