Das Hamburger Quartier Langenhorn Nord nimmt die Wärmewende in Angriff – gemeinsam mit Averdung. Die Berater:innen erstellten bereits das energetische Quartierskonzept (EQK) für das Wohnquartier und wurden nun mit dem nächsten Schritt beauftragt: der Suche nach dem richtigen Wärmelieferanten. Hierfür entwickelten die Berater:innen ein strukturiertes Vergabeverfahren für ein Wärmeliefercontracting für Hamburg Langenhorn.
Ziel: Zukünftige Wärmeversorgung im Bestand sichern
Ziel ist es, für insgesamt acht Wohnungsbaugesellschaften eine gemeinsame, langfristig tragfähige Wärmeversorgung zu organisieren. Die Wärme soll dabei durch einen externen Wärmelieferanten (Wärmecontractor) bereitgestellt werden, da die beteiligten Wohnungsunternehmen die Wärmeversorgung rechtlich und organisatorisch nicht übernehmen können. Der zukünftige Wärmelieferant kann auf bestehende Wärmenetze zurückgreifen und soll für Erzeugungsanlagen, Wärmenetzbetrieb und Wärmeübergabe verantwortlich sein. Im Fokus des Vergabeverfahrens und des späteren Wärmeliefercontractings stehen dabei die Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Umsetzbarkeit im Bestand sowie eine möglichst soziale und stabile Preisstruktur für die Mieter:innen.
Vergabeverfahren definiert wichtige Kriterien
Die Ausgangslage in Langenhorn Nord ist heterogen:
- bestehende, aber unterschiedliche Wärmenetzstrukturen
- unvollständige Datengrundlagen
- mehrere Eigentümer mit gemeinsamen Versorgungszielen
- Einbindung erneuerbarer Wärmequellen als Transformationsaufgabe

In Langenhorn Nord entstand ein komplexes Vergabeumfeld, in dem technische, wirtschaftliche und organisatorische Anforderungen zusammengeführt werden müssen. Ein erster Schritt war das Füllen von Datenlücken, um eine solide Basis für die Vergabekriterien zu schaffen. Dabei hat unser Vorwissen aus dem EQK, die Kontakte daraus aber auch unsere Erfahrung aus zahlreichen Machbarkeitsstudien und Fachplanungen für Wärmenetze sehr geholfen.
Philipp Widera, Projektleiter
Im nächsten Schritt definierte Averdung detailliert technische und wirtschaftliche Kriterien und fasst diese in einer strukturierten Ausschreibung zusammen. Es folgen weitere Schritte:
- Strukturierung des Marktdialogs mit potenziellen Wärmelieferanten
- Begleitung der Angebotsphase und Bieterkommunikation
- technische und wirtschaftliche Bewertung der Angebote
- Entwicklung einer Vergabeempfehlung
Fazit
Mit dem Übergang vom EQK zur konkreten Vergabe wird in Hamburg-Langenhorn Nord ein entscheidender Schritt in Richtung Umsetzung vollzogen. Die Wärmewende im Bestand wird hier nicht nur geplant, sondern in ein vergabefähiges Versorgungssystem überführt.
Averdung begleitet diesen Prozess als technischer und strukturierender Partner der Auftraggeber.
Vielen Dank an alle Projektbeteiligte:
Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-Genossenschaft eG
Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG
Baugenossenschaft der Buchdrucker eG
Baugenossenschaft Fuhlsbüttel EG
meravis Wohnungsbau- und Immobilien GmbH
Danke für das Beitragsbild! Mit freundlicher Genehmigung der Schiffzimmerer-Genossenschaft